Aufschieberitis oder Prokrastination

Leider nur in Englisch:

Wer kennt es nicht? „ach, nicht heute, das mach ich morgen!“

Woran liegt es, dass wir die Erledigung von Aufgaben gerne verschieben?

Ist es „nur“ der „innere Schweinehund?“

Haben wir gute Gründe, die uns nur nicht bewusst sind?

und was können wir tun, um es zu ändern und uns wohl zu fühlen?

Wir verschieben gerne unangenehme oder ungeliebte Tätigkeiten, weil es einfach keinen Spaß macht.
Die Tätigkeit ist mit Abstand betrachtet neutral. Erst unsere Emotionen machen eine Tätigkeit unangenehm oder erfreulich. Irgendwann haben wir gelernt Tätigkeiten zu beurteilen und sie einzusortieren:
– macht Spaß
– macht keinen Spaß, geht so
– macht überhaupt gar keinen Spaß, geht gar nicht

Was können wir tun, wenn wir die Kategorie „macht gar keinen Spaß, geht gar nicht“ erledigen müssen, wie z.B. Steuererklärung, Putzen, Einkaufen…..

Viele sagen, mit Selbstdisziplin müssen wir uns zwingen diese Dinge zu tun.

Das kann man machen, es fühlt sich nicht besser an und kostet sehr viel Energie.

Man kann das innere Erleben ändern!

Der „innere Schweinehund“ ist ein innerer Anteil, der uns vor unliebsamen Aufgaben schützen will. Wie alle inneren Anteile, hat auch er eine positive Absicht! Wir verurteilen gerne den inneren Schweinehund und vergessen das zu oft.

In der Heilhypnose wird häufig mit diesen inneren Anteilen gearbeitet. In Hypnose wird Kontakt zu dem zuständigen Anteil aufgenommen und mit ihm verhandelt. Was braucht der innere Schweinehund, um uns dies oder jenes leicht und befreit machen zu lassen? Wenn der innere Schweinehund uns nicht mehr schützen muss, lässt er uns die Dinge tun.

In der Kinesiologie wird der innere Schweinehund als Programm verstanden und es wird getestet was nötig ist, um diese Programm zu ändern, damit wir die Dinge leicht erledigen können.

In den ersten Jahren meiner Praxis fiel es mir sehr schwer regelmäßig die Buchhaltung zu machen. Ich musste mich immer sehr motivieren und letztendlich doch zwingen es zu erledigen. Dann habe ich in verschiedenen Seminaren daran gearbeitet und siehe da, es fiel mir zusehens leichter.

Als ich bei Moshe Zwang im Seminar war, kam er vorbei und las mir in den Händen. 😉
Er meinte, ich hätte im ersten Schuljahr ein Trauma mit Mathematik erlebt und würde deshalb alles was mit Zahlen zusammenhängt nicht gerne tun. hmmmm dachte ich….. Mathe war später im Gymnasium ein sehr geliebtes Fach…. auch fiel es mir nicht schwer zu rechnen…. Aber bei längerem hinsehen, fiel mir dann die Buchhaltung ein und dass ich nicht gerne Kontoauszüge hole… auch Mahnungen ausstellen und ähnliches wollte ich am liebsten gar nicht machen.

Wir bearbeiteten das kindliche Trauma und seither fällt es mir wirklich leicht meine Buchhaltung zu erledigen. Ich liebe es noch nicht, aber ich fühle auch keinen Widerstand mehr und damit bin ich zufrieden!

Leiden Sie nicht weiter unter Ihrem inneren Schweinehund oder der Aufschieberitis! Lassen Sie uns daran arbeiten und auch Ihnen unliebsame Tätigkeiten „entstressen“ und verändern, damit das Leben immer freudvoller wird!