NLP


Neurolinguistisches Programmieren?

NLP steht als bereits sehr verbreitete Abkürzung für das manchmal schwerverständliche „Neuro-linguistische-Programmieren“.
Dies ist ein Komplex moderner, ganzheitlicher Kommunikations- und Verhaltenstechniken. Weil diese Techniken so ausgesprochen wirksam sind, hat sich der Begriff „NLP“ einen Namen gemacht.

Was heißt das eigentlich?

Das „N“ steht für „Neuro-“ welches auf die Nerven oder nervlich bedingt hinweist. Hier werden die geistigen, seelischen oder nervlichen Vorgänge zusammengefasst. Durch die Wahrnehmung äußerer und innerer Sinneseindrücke (sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen) werden Reaktionsmuster, die einmal erlernt wurden, bedingt. Diese Sinnesinformationen bewirken u.a. unser Verhalten und werden im NLP Repräsentationssystem genannt. Wenn diese unbewussten Systeme erkannt sind, können sie auch modifiziert werden und zu einer gewünschten Verhaltensänderung führen.

Das „L“ für „linguistisch“, was bedeutet auf die Sprache bezogen. Die obenerwähnten Repräsentationssystem drücken sich in einer verbalen oder nonverbalen Sprache aus. Oft haben wir bemerkt, dass jemand etwas sagt, aber etwas ganz anderes meint. Der Ausdruck des Gesichtes oder des Körpers nicht mit dem verbalen Ausdruck übereinstimmt.
Im NLP wird darauf geachtet, mit welchem vorrangigen Repräsentationssystem jemand vertraut ist, und die Sprache diesbezüglich abgestimmt. Oder anders herum: Welche sprachlichen Ausdruck jemand verwendet, lässt Rückschlüsse zu, welches Sinnessystem Vorrang hat. Daraus leitet sich die Wahrnehmung der Umwelt und die damit zusammenhängenden Verhaltensmuster ab.

Das „P“ steht für „Programmieren“. Viele stören sich an dem Ausdruck „programmieren“, aber das menschliche Gehirn automatisiert einmal erlernte Prozesse und spielt diese dann automatisch ab. Wer sich noch an seine erste Fahrstunde erinnern kann, weiß noch, wie mühsam es war, alle Abläufe in der richtigen Reihenfolge zu erledigen. Durch Einüben der Abläufe automatisieren wir diese und die Programme einmal gestartet laufen ab.
Gewollte Programme – nun gut – sehr erfreulich.
Nur leider laufen auch überflüssige oder überholte Programme so ab und im NLP werden diese aufgedeckt und erneuert. Es werden die Strategien erarbeitet, um ein Ziel zu erreichen.

Dies ist grundsätzlich nichts Neues. In den 70er Jahren haben die Amerikaner Richard Bandler und John Grinder beobachtet wie erfolgreiche Therapeuten arbeiten und wie sie ihren Erfolg erreichen. Dieses Vorgehen, das die Therapeuten wohl intuitiv richtig machten, haben sie beschrieben und systematisiert.
So sind viele NLP-Bausteine entwickelt worden aus der Arbeit von Virginia Satir (Familientherapie), Milton Erickson (Hypnose) und Fritz Perls (Gestalttherapie). Viele andere fanden auch den Einzug in das NLP (wird hier aber nicht ausführlich aufgeführt)

Insgesamt kann gesagt werden, dass NLP mit vielen Möglichkeiten Veränderungen im Unbewussten vornimmt und vor allem Ziel- und Lösungsorientiert ist.