Therapie-Tiere


Der Mensch hat schon früh festgestellt, dass Tiere ihm helfen können. Wieweit geht dieses Helfen?

Blindenführhunde sind schon lange bekannt und sehr geschätzt. Es steckt viel Arbeit in der Ausbildung bis ein Hund zuverlässig führen kann. Bald erkannte man, dass Hunde auch behinderten Menschen gute Dienste erweisen können – Sachen aus dem Regal im Supermarkt nehmen, Geld auf die Theke legen oder entgegen nehmen…. viele alltägliche Tätigkeiten können Hunde dem Menschen abnehmen.

Aber kann ein Hund oder eine Katze therapieren?

Es wurde schon häufig untersucht in wieweit Tiere heilenden Einfluss auf den Menschen haben. In der therapeutischen Arbeit mit Delphinen wurden erstaunliche Verbesserungen bei den Patienten vermerkt. Es wurde erforscht inwieweit Tiere alten Menschen gut tun und es kam heraus, dass Menschen mit Haustierhaltung gesünder und ausgeglichener sind sowie länger leben.

Ich war von dem was ich gelesen hatte so begeistert, dass ich einen Hund wollte, der mir in meiner Arbeit behilflich sein könnte.
So suchte ich nach einem intelligenten Hund mit entsprechenden Anlagen und fand die Australian Shepherd Hündin
„Bluevelvet´s Snowgirl Lana“ gerufen Lana.
In ihrem Stammbaum waren bereits Hunde, die als Epelepsiehunde bzw. Besuchshunde eingesetzt waren.

Ich erzog Lana mittels dem Clickertraining und brachte ihr ein paar Tricks bei. Was ich ihr allerdings nicht antrainieren konnte war, dass sie mir die emotionale Lage meiner Patienten anzeigt, das begann sie ganz von sich aus.

So hatte ich eine sehr depressive Patientin, die völlig apathisch da saß. Ihr Lebensgefährte schilderte mir die Situation und die bereits unternommenen Therapieversuche. Während dieser Zeit saß Lana geduldig vor der Frau und sah sie unverwand an.
Das dauerte um die 30min. bis die Frau ein kleines kurzes Zucken um die Mundwinkel zeigte. Darauf hin legte Lana ihren Kopf auf den Schoß der Patientin und sah der Frau weiter in die Augen… das dauerte wieder sehr lange – dann lächelte die Frau und sagte sie könne Lana´s Blicken nicht widerstehen.
Dies war die erste positive Regung seit Wochen! Der Lebensgefährte konnte seinen Augen kaum trauen. Nun konnte ich auch mit der Frau sprechen und sie war darauf hin bereit sich auf eine Therapie einzulassen, wozu sie zuvor niemand bewegen konnte.

Oft erlebe ich Kinder, die aufblühen in der Arbeit mit dem Hund.

Wie stolz sind Kinder wenn es ihnen gelingt dem Hund beizubringen „Sitz“ zu machen oder sich niederzulegen. Am Anfang kommen die Komandos sehr zögerlich und Lana reagiert nicht. Erst wenn die Kinder mehr Kraft in ihre Äußerungen legen und es überzeugend klingt reagiert Lana und bestätigt so die Ausdrucksfähigkeit der Kinder.

Hunde können Kinder sehr gut unterstützen bei:

  • Konzentration
  • Überwinden von Schüchternheit
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Entwicklung des Selbstbewusstseins
  • u.v.a.

Bald habe ich gemerkt, dass sich manche Menschen sehr zu Hunden hingezogen fühlen, andere mehr zu Katzen. Da ich eine ausgesprochen liebe und zutrauliche Katze habe, ließ ich sie auch zu den Menschen. Die Katzenliebhaber freuten sich sehr über die vertrauensvolle Katze, die sich auf den Schoß legte und schon bald anfing zu schnurren. Das Schnurren einer Katze heilt durch die besonder Schwingung. Auch das Streicheln des weichen Fells und das angebotene Vertrauen baut die Menschen auf!

Aktualisierung:

Leider hat sich meine Katze, Isabelle, von dieser Welt verabschiedet. Durch die veränderte Praxissituation kann ich auch keine andere Katze aufnehmen und hier integrieren.

Wer sich für dieses Thema noch mehr interessiert, findet hier noch mehr Information: http://www.tiergestuetzte-therapie.de/

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